Historie

Historie

Entdecken Sie Meilensteine der Blumberg GmbH & Co. KG. Seit der Gründung 1885 hat sich das Unternehmen stetig weiterentwickelt – von der Produktion von Zündplättchen bis hin zu modernen Spezialpapieren und Selbstklebeetiketten. Begleiten Sie uns auf diesem kurzen Rückblick in unsere Geschichte.

  • 1885

    Gründung der Firma Blumberg durch Theodor Blumberg

    Theodor Blumberg gründet in Düsseldorf die „Fabrik für Amorces und andere Zündwaren“ und produziert Zündplättchen für Bergbau-Grubenlampen sowie Spielzeugpistolen. In der Folge wird das Sortiment um Feuerwerkskörper aller Art erweitert, die zum Großteil nach China, Indien und in das europäische Ausland exportiert werden.

  • 1896

    Übergang der Unternehmensführung an Ottilie Blumberg

    Nach dem Tod des Gründers Theodor Blumberg im Alter von 39 Jahren übernimmt seine Frau Ottilie die Firmenleitung. Da der gemeinsame Sohn Carl zu diesem Zeitpunkt erst 15 Jahre alt ist, leitet sie das Unternehmen für einige Jahre weiter.

  • 1910

    Carl Theodor Blumberg übernimmt die Firmenleitung

    Carl Blumberg übernimmt die offizielle Leitung der Firma. Bereits im Vorjahr, 1909, war es durch eine Selbstentzündung zu einer schweren Explosion gekommen, bei der eine Mitarbeiterin ihr Leben verlor

  • 1919

    Erweiterung durch einen zusätzlichen Standort

    Das Unternehmen expandiert durch die Übernahme eines Betriebs in Leichlingen. Zwei Jahre später ereignet sich dort ein schwerer Unfall mit 14 Todesopfern, dessen Ursache nie vollständig geklärt werden konnte.

  • 1925

    Umzug nach Ratingen und Sortimentserweiterung

    Nach dem Erwerb einer stillgelegten Fabrik zieht das Unternehmen an die damalige Angermunder Straße (die heutige Kalkumer Straße) in Ratingen um. Die Produktion wird verstärkt auf Papierprodukte wie Rollen für Additionsmaschinen und Registrierkassen, Schrankrollen, Einwickelpapiere sowie Festartikel wie Luftschlangen und Konfetti verlagert. Gleichzeitig beginnt die Verarbeitung und das Pressen von Bakelit, dem ersten synthetischen Kunststoff. Daraus fertigt das Unternehmen in großen Stückzahlen Büroartikel und Gebrauchsgegenstände wie Federhalterschalen, Tintenbehälter, Kalenderständer, Vasen und Aschenbecher.

  • 1930

    Erster Tintenlöscher

    Die Produktpalette wird um innovative Büroartikel erweitert: Es entsteht der erste Tintenlöscher in „Doppelwiegeform“, gefolgt vom sogenannten „Graf-Bluco-Rollöscher“ (Modell „Piccolo“) in Rollenform.

  • 1934

    Großfeuer zerstört den Maschinenpark und alle Gebäude brennen ab

    Ein verheerendes Großfeuer zerstört den kompletten Maschinenpark und lässt alle Gebäude niederbrennen. Unter extremen Anstrengungen aller Beteiligten gelingt es jedoch, die Produktion nach einer Unterbrechung von nur knapp einem Jahr wieder aufzunehmen

  • 1939
    -1945

    Zweiter Weltkrieg

    Während der Kriegsjahre liefert die Firma „Hautentgiftungsflaschen“ an die Wehrmacht. Aufgrund der Kriegsumstände müssen Teile des Betriebes nach Liebenwalde bei Berlin ausgelagert werden.

  • 1945

    Englische Truppen besetzen die Fabrik

    Im Mai besetzen englische Truppen das Fabrikgelände. Sie richten dort die Dienststelle „INFORMATION CONTROL FILMSECTION“ ein und nutzen die Räumlichkeiten für den Betrieb eines eigenen Kinos sowie einer Bar.

  • 1947

    Demontage und Neuausrichtung des Unternehmens

    Als erstes Unternehmen in Deutschland wird der Betrieb Opfer einer Demontage durch die Besatzer. Der gesamte Maschinenpark zur Herstellung von Zündplättchen („Amorces“) wird nach England abtransportiert. Hintergrund war ein Übersetzungsfehler: „Amorces“ wurde fälschlich als „Pyrotechnics“ (Sprengstoff) interpretiert, wofür Maschinen auf der Demontageliste standen. Später wird bekannt, dass ein englischer Konkurrent durch Bestechung Einfluss auf diese Maßnahme genommen hatte, um die Maschinen selbst zu erhalten. Infolge dieses Verlusts beginnt das Unternehmen mit der Produktion von Diagrammpapieren, die unter anderem in EKG-Geräten, Tachographen in LKWs und Temperaturschreibern an Hochöfen Verwendung finden.

  • 1953

    Theodor Blumberg übernimmt die Firmenleitung

    Nach dem Tod von Carl Blumberg übernimmt dessen Sohn Theodor die Firmenleitung. Er baut die Produktion von Tabellierpapieren sowie Fernschreib- und Faxrollen aus. Zudem beginnt das Unternehmen als erster Lizenznehmer in Europa mit der Beschichtung von Thermopapieren.

  • 1970

    Internationale Expansion nach Frankreich

    Die Firma expandiert und übernimmt den Produktionsbetrieb „Controle Graphique“ in der Nähe von Paris

  • 1979

    Übergang der Geschäftsführung an Carl Blumberg

    Nach dem Tod von Theo Blumberg übernimmt Carl Blumberg in vierter Generation die Leitung des Familienunternehmens.

  • 1995

    Einstieg in den Bereich Selbstklebeetiketten

    Durch den Erwerb von Produktionsanlagen der Firma E. Holtzmann & Cie. steigt das Unternehmen in die Herstellung von Selbstklebeetiketten ein. Das Portfolio wird um Haftverbund-Material, Lottorollen, Parktickets und „Knöllchen-Rollen“ erweitert. Ein technologischer Meilenstein ist die Entwicklung der „Linerless-Etiketten“, die ohne Trägermaterial auskommen und so den Ressourcenbedarf deutlich senken.

  • 2016

    Unternehmensübergabe an Alexander Blumberg

    Das Unternehmen wird an Alexander Blumberg übergeben, der die Firmenleitung übernimmt.

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